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Modulare Entwicklung mit Terrific

Das Erscheinungsbild als Erlebnis eines Prozesses.

Während Backend-Technologien für die Nutzer und auch unsere Kunden meist im Verborgenen ablaufen, macht das Frontend das Ergebnis unserer Arbeit erlebbar und steht so im Mittelpunkt des Interesses unserer Kunden. Hierfür setzen wir auf das Open Source Frontend Development Framework Terrific.

Was passiert während der Frontend-Entwicklung?

Im Frontend laufen zwei wesentliche Stränge unserer Arbeit zusammen: Die Backend-Programmierung und die Arbeiten aus Konzept und Design. Gleichzeitig prallen im Frontend die Interessen der verschiedenen Browserhersteller aufeinandner, und die möglichen Fehlerquellen sind so vielfältig wie die Browserversionen. Wir entwickeln den Frontend-Code selbst in HTML, CSS und JavaScript und stellen so ein optimales Erscheinungsbild Ihrer Website sicher. 

Expertise und Methodik

In der Schweiz und in Deutschland arbeiten über 20 Spezialisten als Frontend Engineers an der Gestaltung von Webseiten. Unsere Frontend-Practise entwickelt als interne Arbeitsgruppe Methoden und wiederverwendbare Tools, um die Projektumsetzung noch effizienter zu gestalten und die technologischen Möglichkeiten auszunutzen. In enger Abstimmung mit den Designern und Consultants entstehen hier innovative Konzepte und Lösungen.

Nachgefragt bei: Remo Brunschwiler, Senior Frontend Engineer

 

Warum ist die Frontend-Entwicklung eigentlich so wichtig? 

Die Frage nach dem Frontend stellt sich eigentlich gar nicht, denn ohne Frontend kann der Nutzer nichts sehen - und dann ist es auch kein Web-Projekt. Die Frontend Engineering Aufgaben haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Die Dynamik und Komplexität hat enorm zugenommen. Das Frontend ist längst nicht mehr nur Präsentationslayer, sondern übernimmt immer grössere Teile der Applikationslogik. Dies stellt auch ganz neue Anforderungen an uns Entwickler. Die weitverbreitete Bezeichnung "Web Publishing" ist sehr antiquiert; vielmehr sind Software Engineering Skills gefragter denn je.

Kannst Du ein Einsatzbeispiel dafür nennen?

Ziemlich cool ist die Widget-Plattform, die wir bei der SBB eingebaut haben. Der Nutzer kann sich so die Seite an seine Bedürfnisse anpassen. Was das Projekt kompliziert gemacht hat, ist, dass wir auch den Internet Explorer 6 noch mitberücksichtigen mussten. Daher konnten wir die richtig modernen Technologien nicht einsetzen. So sind z.B. die ganzen runden Ecken recht aufwändig gewesen, was mit CSS3 deutlich einfacher gewesen wäre. Trotzdem ist das ein sehr ausgereiftes Frontend geworden. Ähnliche Widgets haben wir auch für diverse Intranets gebaut, aber die sind natürlich nicht öffentlich zugänglich.

Wie bist Du ans Frontend-Engineering gekommen?

Frontend Technologien interessieren und begleiten mich schon seit meiner früheren Schulzeit. Der erste Kontakt enstand aus dem Wunsch heraus, eine eigene Webseite zu "bauen". Daraus entwickelte sich meine Passion für alle Webthemen – ganz besonders jedoch fürs Frontend. Frontend Engineering ist sehr vielseitig, nicht nur aus technologischer Sicht. Mich fasziniert vor allem auch der kreative und visuelle Teil unserer Arbeit. Ich befinde mich mitten im Geschehen und bin im stetigen Austausch mit Designern und IX/UX Experten. Gemeinsam kreative Lösungen entwickeln und alles aus den technischen Möglichkeiten herauszuholen – das macht für mich gutes Frontend aus, die Arbeit so spannend und prickelnd.

Gibt es etwas, dass Du Dir wünschst, oder Verbesserungen, die Du selber vornimmst? 

Spontan natürlich, dass der Internet Explorer – speziell IE6 und IE7 – möglichst bald der Vergangenheit angehört. Durch die Software Engineer-Brille betrachtet, fehlen den Frontend-Technologien von Haus aus grundlegende Konzepte, die für moderne Webapplikationen unerlässlich sind. Aus meiner Sicht einer der wichtigsten Mängel – vor allem in grossen Projekten – ist die "fehlende" Modularität. Aus diesem Grund habe ich Open Source Frontend Development Framework Terrific entwickelt. Es hilft dabei, Webseiten und Webapplikationen auf HTML, CSS und JavaScript Ebene zu modularisieren. In den letzten 2 Jahren haben wir Open Source Frontend Development Framework Terrific in zahlreichen Projekten erfolgreich eingesetzt. Um der Community etwas zurück zu geben und damit alle von Terrific profitieren können, steht das Frontend Development Framework Terrific als Open Source Projekt zur Verfügung. Alle Infos gibts unter terrifically.org.

Was denkst Du, wie sich die Frontend-Technologien in den nächsten Jahren entwickeln wird? 

Die Entwicklung schreitet momentan rasant voran. HTML5, CSS3, Responsive Webdesign, Node.js etc. sind in aller Munde. Die Browser-Hersteller legen ein unglaubliches Tempo vor und die Community ist nicht zu bremsen. Und das Beste daran: Es ist kein Ende in Sicht! Wir leben in aufregenden Zeiten und dürfen uns auf eine sehr spannende Zukunft, die wir sogar aktiv mitgestalten können, gefasst machen!